Im Namen des Vaters

Zwischen dem 16. und 19. Jh. bereicherten die Bachs das deutsche Musikleben und die Geschichte der Musik mit unzähligen Mitgliedern ihrer Familie, die in vielen verschiedenen musikalischen Professionen tätig waren. Dabei ist Johann Sebastian Bach, der der vierten bekannten Generation dieser Familie nach Johannes Bach entstammt, zweifelsohne die berühmteste Persönlichkeit von allen.

Basierend auf seinem meisterhaften Kontrapunkt führte der Leipziger Meister die Musik des Barock zu höchstem Ausdruck, auf allen Ebenen stets mit Transzendenz und Mystik durchwirkt.

Programm
Mystik, Rätsel und Spiritualität in der Musik J. S. Bachs
Werke von Johann Sebastian Bach

Besetzung
Traverso, Violine, Violoncello, Cembalo

Dauer
80 Minuten

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Miguel Sánchez – Dairea Conciertos
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Spanish travelling virtuosi

Die Aufklärung beeinflusste im 18. Jahrhundert alle Bereiche des täglichen Lebens wie die Wissenschaften, Wirtschaft, Politik und das Zusammenleben. Viele Aristokraten folgten, angeregt durch humanistische und kosmopolitische Ideale, ihrem Bedürfnis nach Individualität und traten Reisen durch ganz Europa an.

Obwohl Spanien nicht als eines der musikalischen Zentren der europäischen Musik angesehen wird, hat es doch eine eigene Riege an hervorragenden Musikern und wichtigen Virtuosen hervorgebracht. Viele von ihnen waren den weltoffenen Anschauungen der Aufklärung zugewandt und entschieden sich ihrerseits, auf internationalen Reisen nach Erfolg und neuer Inspiration zu suchen.

Programm
Musik spanischer Virtuosen des Aufklärunszeitalters
Werke von J. B. Pla, J. N. Ximénez, G. Facco, F. Lluch und J. Cabanilles

Besetzung
Traverso, Violine, Violoncello, Barockgitarre, Cembalo

Dauer
70 Minuten

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Cristal bello

Die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde zu einer Zeit großer Veränderungen des musikalischen Geschmacks. Das, was die Musikwissenschaft gerne als “galanten Stil” bezeichnet, bezieht sich vor allem auf die italienische Opera seria mit ihren kantablen und lyrischen Melodien und transparenter Kompositionsweise. Im Geschmack der Zeit zu komponieren wurde zum Hauptziel eines Komponisten, was zu einem kontinuierlichem Strom an neuer Musik, vorzugsweise von italienischen Komponisten, führte. Was diese Mode angeht, war die spanische Monarchie keine Ausnahme.

Dieses Programm stellt eine Auswahl geistlicher Werke vor, die in Spanien und dem Vizekönigreich Neuspanien, dem heutigen Mexiko, im 18. Jahrhundert aufgeführt wurden. Die Komponisten dieses Programmes wurden allesamt um 1700 geboren – einer Generation, die stark von den neapolitanischen Musikern beeinflusst worden ist. Dieselben Komponisten schrieben auch immer mehr und regelmäßiger für die Traversflöte. In den 1720er Jahren hielt das Instrument Einzug in die spanischen Kapellen und Orchester, um nur kurze Zeit später auch im iberoamerikanischen Raum aufzutauchen.

Programm
Geistliche Musik des 18. Jh. aus Spanien und dem damaligen Vizekönigreich Neuspanien/Mexiko
Werke von I. Jerusalem y Stella, J. Nebra, J. Casellas, Fco. Hernández Illana, P. A. Locatelli und J. M. Ramos

Besetzung
Sopran, Traverso, 2 Violinen, Violoncello,
Barockgitarre, Violone, Cembalo

Dauer
70 Minuten

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Le Concert Spirituel

Paris, die Stadt an der Seine, war eines der wichtigsten Musikzentren Europas. Aufgrund ökonomischer Expansion und Immigration aus den Provinzen Frankreichs erlebte die Stadt im Laufe des 18. Jahrhunderts einen wirtschaftlichen Aufschwung. Infolgedessen blieb auch die Entwicklung der Stadt zum Epizentrum für die Ideen der Aufklärung nicht aus.

1725 gegründet, war Le Concert Spirituel eine Institution, die bis ins Jahr 1790 hinein Konzerte veranstaltete – hauptsächlich für das wohlhabende Bürgertum, den niederen Adel und Besucher der Stadt. Die Hauptmotivation dieser Konzertreihe war es, dem Publikum auch während der religiösen Feiertage, wenn andere wichtige Kulturinstitutionen geschlossen hatten, Unterhaltung bieten zu können. Für viele Jahre fand die Konzertreihe in den Tuilerien statt, und Bestandteil der Konzerte waren häufig neben geistlichen Werken auch Instrumentalwerke, in denen die Musiker ihre Virtuosität unter Beweis stellen konnten. Viele dieser Werke sind von Komponisten geschrieben worden, die selbst beim Concert Spirituel als Leiter oder Musiker gewirkt haben.

Programm
Musik französischer Virtuosen des 18. Jahrhunderts
Werke von J. J. C. de Mondonville, J. B. Barrière, M. Blavet, M. Corrette und J. M. Leclair

Besetzung
Traverso, Violine, Violoncello, Cembalo

Dauer
70 Minuten

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Ein sicherer Hafen

Im Gegensatz zu den immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen an deutschen Höfen und dem herrschenden Provinzialismus im Rest des Landes galt Hamburg im 18. Jahrhundert als die Metropole des Nordens und war damit auch eines der musikalischen Zentren des deutschsprachigen Raums. In der Stadt war man besonders stolz auf den grossen Hafen, “Deutschlands Tor zur Welt”. Diesem Umstand ist auch der Wohlstand des Hamburger Bürgertums zu verdanken, welcher wiederum in das Kulturleben der Stadt floss.

So eröffnete die Hansestadt Hamburg, Bastion des Protestantismus, das erste Opernhaus in Deutschland. Genauso wie auch London zu dieser Zeit viele Musiker aus ganz Europa anzog, entwickelte sich das reiche und liberale Hamburg zum Anziehungspunkt für viele deutsche Musiker, die dorthin gingen, um provinzialer Enge zu entfliehen.

Programm
Flötenmusik zur Zeit G. Ph. Telemanns in Hamburg
Werke von G. P. Telemann, G. F. Händel, J. S. Bach und C. Ph. E. Bach

Besetzung
Traverso, Violoncello, Cembalo

Dauer
63 Minuten

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Esterháza

Im Jahr 1761 tritt der Wiener Komponist Joseph Haydn in den Dienst des Hofes der Familie Esterházy, einer der reichsten und einflussreichsten des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs. Haydn sollte fast 30 Jahre lang für seinen wichtigsten Gönner, Fürst Nikolaus I. Esterházy, tätig sein, der den Spitznamen “der Prächtige” trug, weil er so viel Geld und Ressourcen für Spektakel, Aufführungen und Unterhaltung zur Verfügung stellte.

In dieser Zeit schrieb Haydn nicht weniger als 175 Werke für Baryton, ein Instrument aus der Familie der Viola da Gamba, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine gewisse Popularität erlangt hatte, und das Fürst Nikolaus selbst in den täglichen Kammerkonzerten spielte. Aufgrund des allmählichen Rückgangs des Barytonspiels und wohl auch aus kommerziellem Interesse bearbeitete Haydn mehrere seiner 126 Trios für Baryton, Viola und Violoncello zu Werken für Flöte, Violine und Violoncello. Das Arrangieren solcher Werke für andere Besetzungen, sowohl seiner eigenen als auch anderer Komponisten, war eine regelmäßige Praxis dieser Zeit.

Programm
Trios für Flöte, Violine und Violoncello von Joseph Haydn am Hofe des Nikolaus Esterházy
Musik von J. Haydn

Besetzung
Traverso, Violine, Violoncello

Dauer
60 Minuten

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Bach & Söhne

Auch wenn Johann Sebastian heute als der wichtigste Protagonist der Bach-Familie angesehen wird, war das nicht immer so. Schnell wurde er im späten 18. Jahrhundert vergessen, und es waren eigentlich seine Kinder, die einen großen Einfluss auf die Musik ihrer Zeit ausübten – jedes von ihnen mit einem eigenen persönlichen Stil, charakteristisch und unabhängig von dem der anderen Brüder.

Programm
Sonaten für Flöte und obligates Cembalo aus dem Wohnzimmer der Familie Bach
Werke von J. S. Bach, W. F. Bach, C. P. E. Bach, J. Ch. F. Bach und J. Ch. Bach

Besetzung
Traverso, Cembalo

Dauer
70 Minuten

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Haydn in London

London, das von der majestätischen Themse durchflossen wird, war eines der wichtigsten musikalischen Zentren Europas. Im Laufe des 18. Jahrhunderts erlebte die Stadt ein bemerkenswertes Wachstum. Die vielen Menschen, die es zu Handels-, Arbeits- oder Geschäftszwecken nach London gezogen hatte, führten zu einer rasanten Entwicklung der Stadt.

Dieses wirtschaftliche Klima machte London auch für viele Musiker aus ganz Europa attraktiv, die sich im intensiven Musikleben der Hauptstadt einen Platz erobern wollten. Das spiegelt sich auch in der enormen Menge an Noteneditionen wider, die von Verlegern, die sich in London niedergelassen hatten, veröffentlicht wurden. Im November 1789 reiste einer von ihnen, John Bland, nach Esterháza, wo er Joseph Haydn traf. Bei dieser Begegnung verpflichtete sich Haydn dazu, für Bland drei Werke zu schreiben, die in diesem Programm zu hören sind.

Programm
Trios für Flöte, Violoncello und Fortepiano von Joseph Haydn
Musik von Joseph Haydn

Besetzung
Traverso, Violoncello, Fortepiano

Dauer
60 Minuten

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Appropriato all´Organo

Obwohl es heutzutage in Konzerten nicht besonders üblich ist, Bearbeitungen von Stücken zu hören, war dies im 18. Jahrhundert eine gängige Praxis. In dieser Zeit war es nicht so wichtig, eine Originalversion eines Stückes zu “konstruieren” oder zu “rekonstruieren” – alternativ instrumentierte Fassungen galten genauso viel wie die original instrumentierte Version. Das Konzept von “Original” versus “Arrangement” entstand im 19. Jahrhundert und setzt sich bis in unsere Tage fort.

Programm
Konzertante Sonaten für Flöte und Orgel deutscher Komponisten
Werke von J. S. Bach, J. L. Krebs , J. W. Hertel, G. P. Telemann und G. F. Händel

Besetzung
Traverso und Orgel

Dauer
60 Minuten

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